Ergänzende Artikel
"Intravenöse Vitamin C Therapie: Ein natürliches Agens für die Krebstherapie"
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Anschrift des Autors:
F.R. Douwes
Klinik St. Georg
Bad Aibling
"Biologische Wege im Kampf gegen den Krebs als sinnvolle Ergänzung und Anwendung zur herkömmlichen Therapie"
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Anschrift des Autors:
Medizinisches Institut der Gesellschaft
für Orthomolekulare Medizin und Naturheilkunde e.V.
Leitung: Dozent Thaddäus Ernst, Heilpraktiker
Psychologe (USA) BDSF
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Auswirkungen des Vitamin C auf das Tumorgewebe
Neue Hinweise auf die antineoplastische Wirkungsweise des Vitamin C auf Basal-Zell und Squamosus-Zell-Karzinom erhielt man bei Ratten und Mäusen. Die Tumorinitiation erfolgte durch Applikation von 3-Methylcholanthren. Durch die anschließende Gabe von Vitamin C p.o. in einer Dosierung von 50 mg/kg KG pro Tag wird die DNA-, RNA und Proteinsynthese in den Krebszellen signifikant reduziert (Lupulescu 1991).
Untersuchungen bei Hamstern am Wangenepithellum verdeutlichen die Vitamin C abhängigen Mechanismen in der Pathogenese oral induzierter Karzinogenese. Durch Exposition des Epitheliums (topisch) mit kanzerogenen Chemikalien allein und in Gegenwart von Vitamin C zeigen sich beträchtliche Unterschiede. Makroskopisch reduziert Vitamin C die Häufigkeit des Auftretens epithelialer Tumore. Mikroskopisch bewirkt die Vitamin C-Gabe die Ausbildung papillarer, epideroider Karzinome mit minimaler Invasion, wogegen in der Abwesenheit von Vitamin C gut differenzierte Squamosus-Zell-Karzinome entstehen. Diese Beobachtungen legen die Vermutung nahe, dass Vitamin C in der Lage ist, das Wachstum der initiierten Zellen zu beschränken und die Invasion ins Subepithellum zu verhindern (Potdar 1992).
Die Dosierungsfrage
Die hoch dosierte Vitamin C-Therapie sollte bei Krebspatienten niemals abrupt abgebrochen werden, da der Vitamin C-Spiegel ansonsten weit unter die Ausgangswerte absinken kann (,,rebound eftect"). Aus diesem Grund bevorzugt Cameron kontinuierlich durchgeführte Vitamin C-lnfusionen vor periodisch durchgeführten (mit einigen Tagen Zwischenraum).
Am ersten Tag wurden 4 unterschiedliche Dosierungen, beginnend mit 0,5 g bis zu 2,0 g Vitamin C intravenös gegeben. Am zweiten Tag beginnt die Dosierung bei 2,5 g Vitamin C, sie wird bis auf 10 g Vitamin C pro Tag gesteigert und für die folgenden Tage beibehalten. In unserer Praxis hat sich jedoch die Verabreichung von 15g als optimal herausgestellt.
Auch weitaus höhere Dosierungen wurden bereits angewendet. Als mögliche Nebenwirkung kann es durch die Konzentration an Natriumionen zur Wasserretention mit Ödembildung in den Gelenken kommen. Bei Patienten mit Herzbeschwerden können sich gefährliche pulmonale Ödeme bilden, die zur Kontrolle einer umgehenden Behandlung bedürfen. Eine seltene Nebenwirkung stellt der septische Schock dar, der durch einen massiven Tumorzerfall ausgelöst wird. Die Behandlung dieser lebensbedrohlichen Komplikation wird auf der Intensivstation durchgeführt.
Nach Beendigung der intravenösen Vitamin C-Therapie wird mit der oralen Vitamin C-Gabe fortgefahren. Die Einnahme soll über den Tag verteilt erfolgen (alle 6 Stunden). Die Dosierung liegt zwischen 10 und 30 g. Eine Plasmakonzentration von 3 mg/dl wird empfohlen. Oftmals erreichen die Patienten durch die Vitamin C-Therapie schnell einen Zustand mit stark verbessertem Allgemeinzustand, der oftmals Monate bis Jahre anhalten kann. Dann kommt es jedoch zu einem abrupten Abbruch mit explosiver Metastasierung. Bei den ersten Anzeichen einer Verschlechterung sollte eine erneute Vitamin C-lnfusionstherapie erfolgen. Trotzdem kann eine Reaktion des Patienten auf diese erneute Vitamin C-Therapie niemals exakt vorausgesagt werden.
Über einen Zeitraum von 3 Jahren bewirkte die Vitamin C-lnfusionstherapie bei einem Patient mit disseminiertem Leiomyosarkom fünfmal eine deutliche Verbesserung des Zustandes, bei der sechsten Anwendung des Infusionszyklus reagierte er jedoch nicht mehr auf die Therapie. Einige Patienten zeigen schon beim ersten Mal der Therapie keine Reaktion. Es sollte jedoch nach Aussage Camerons auf jeden Fall ein Versuch unternommen werden.
Beschriebene Wirkungen der Vitamin-C-Therapie
Verbesserung des Wohlbefindens und des Karnofsky-lndexes wird innerhalb von 5-7 Tagen erkennbar. Grund für diese Verbesserung ist die geförderte endogene Carnitinsynthese, für die Vitamin C erforderlich ist. Carnitin ist für den Transport der Fettsäuren in die Mitochondrien notwendig und fördert somit die Energieversorgung des Organismus.
Erleichterung der Schmerzen bei skelettalen Metastasen nach 5 - 7 Tagen. Absetzen von Opiaten möglich. Skelettale oder viscerale Metastasen sind oftmals Ursache einer erhöhten Ausscheidung von Hydroxyprolin. Dies spiegelt einen verstärkten Kollagenabbau wieder. Innerhalb von 5 Tagen nach Beginn der Vitamin C-Therapie kommt es zum Abfall der Hydroxyprolinexkretion.
Die Tumorreaktion auf die Vitamin C-Therapie wird in einem Absinken der Sedimentationsrate und der Proteintumormarker im Serum (CEA etc.) deutlich.
In günstigen Fällen wurde die Resorption maligner Pleuraergüsse und Reduktion der pulmonalen Metastasengröße beobachtet (Cameron 1991).
Adjuvante Vitamin C-Therapie in der Strahlentherapie
Gerade hier zeigen sich beachtliche Erfolge.
Bei allen Patienten wurde 3-4x pro Woche, vor der Bestrahlung, 15g Vit.C (2 x 7,5 g Fa. Pascoe) infundiert. Alle Patienten konnten die vorgesehenen Bestrahlungstermine en Block durchführen, alle hatten während der Bestrahlungszeit (ca. 6 Wochen, 2 Gy/Tag) eine hohe Lebensqualität konnten Ihren Hobbys nachgehen und sogar Gartenarbeit verrichten. Die Patienten lernten sich in den 6 Wochen untereinander kennen und es wurde gleich registriert, wenn ein Mitpatient wegen eines sogenannten Strahlenkater, einem Zustand dem eine schwere Grippe nur in etwa nahe kommt, fehlte. Alle Vitamin-C behandelten Patienten konnten jeden Tag erscheinen.
Vitamin C als Infektionsprophylaxe
Wie gesagt, weiß man schon seit vielen Jahren, dass Krebspatienten einen niedrigen Vitamin-C- Spiegel im Blut haben und dass diese Patienten, besonders an Krebs erkrankte Kinder, sehr anfällig gegen Infektionen sind. Infektionen sind eine häufige Todesursache bei den an Krebs erkrankten Kindern, zum Teil deshalb, weil die Krebstherapie das Immunsystem schädigt.
Der niedrige Vitamin-C-Spiegel im Blut sollte natürlich bei allen Krebspatienten durch die Verabreichung hoher Dosen dieses Vitamins ausgeglichen werden. Diese hohen Vitamindosen sollten zudem einen gewissen Schutz vor Infektionskrankheiten gewähren und eine wertvolle Ergänzung der konventionellen Therapie bei der Behandlung von Infektionskrankheiten und des Krebses selbst sein Die Ascorbinsäure im menschlichen Körper ist entscheidend daran beteiligt, toxische Substanzen zu eliminieren oder zu neutralisieren. Es reagiert hier in der Regel gemeinsam mit den Enzymen der Leber im Sinne einer Hydroxilierung und Ausscheidung toxischer Substanzen über die Nieren. Wir wissen noch nicht, wie weit eine optimale Dosis Vitamin C uns vor karzinogenen Substanzen schützt, die mit der festen und flüssigen Nahrung und durch die Umwelt in unseren Körper gelangen, aber einige Beispiele zeigen, dass diese Schutzwirkung sehr groß sein könnte.
Vitamin C und Magen- Blasen- und Darmkrebs
Nitrite und Nitrate in Lebensmitteln wie Speck und anderen geräucherten Fleischsorten reagieren im Magen in Verbindung mit den Aminen im Mageninhalt und bilden Nitrosamine, die als Karzinogene Magenkrebs verursachen. Hohe Dosen Vitamin C verhindern den Umbau von Nitrosaminen zu Nitraten und hemmen damit die Entstehung von Magenkrebs. Gegenwärtig werden große Anstrengungen unternommen, um den Nitrit- und Nitratgehalt in den Lebensmitteln zu reduzieren, um die Krebsgefahr zu verringern. Die Erhöhung des Vitamingehalts in der Nahrung kann solche Bemühungen unterstützen.
Es liegen auch Berichte vor, nach denen der bei Rauchern oft beobachtete Blasenkrebs sich zurückbildet, wenn der Patient genügend hohe Dosen Ascorbinsäure -1 g täglich oder mehr- einnimmt. Schlegel, Pipkin, Nishimura und Schultz (1980) haben festgestellt, dass der Ascorbinsäurespiegel im Urin bei Rauchern etwa halb so hoch ist wie bei Nichtrauchern, besonders niedrig aber bei Patienten mit Blasentumoren. Außerdem stellten sie fest, dass Mäuse nach der Implantation eines Kügelchens aus 3-Hydroxyan-thranilinsäure (eines Derivats der Aminosäure Trvptophan) in der Blase Blasentumore entwickelten, wenn die Mäuse normal gefüttert wurden, nicht aber, wenn ihr Trinkwasser mit Ascorbinsäure angereichert wurde. Die Verfasser meinen, dass die Ascorbinsäure die Oxydation der 3-Hydroryanthranilinsäure in ein karzinogenes Oxydationsprodukt verhindert. Sie schrieben: "Augenscheinlich gibt es gute Gründe für die Annahme, dass die günstigen Auswirkungen eines angemessenen Ascorbinsäurespiegels im Urin (der einer täglichen Dosis von 1,5 g entspricht) eine geeignete Präventivmaßnahme gegen die Entstehung und das Wiederauftreten von Blasentumoren ist."
Dr. Robert Bruce, der Direktor der Zweigstelle des Ludwig-Krebsforschungsinstituts in Toronto, berichtete 1977, dass es im Darminhalt von Menschen wahrscheinlich mutagene und karzinogene Substanzen gibt. Später berichteten er und seine Mitarbeiter, dass die Verabreichung hoher Dosen Vitamin C die Menge dieser Substanzen wesentlich reduzieren könne (Bruce 1979). Auf diese Weise und außerdem durch die Abkürzung der Zeit, in der sich die Abfallprodukte im Körper befinden, hilft eine angemessene Versorgung mit Vitamin C den unteren Darmtrakt vor Krebs zu schützen.
Die Dickdarm-Polyposis ist eine durch die Bildung zahlreicher Polypen im Dickdarm und Mastdarm gekennzeichnete erbliche Krankheit. Diese Polypen sind gutartige Tumoren, aber ihr Vorhandensein ist schon seit langer Zeit als Vorstufe der Malignität erkannt worden. Willis schreibt 1973: ,,Die Opfer der bekannten Polyposis sterben fast immer schon frühzeitig an Dickdarm- oder Mastdarmkrebs. Doch jetzt dürfen sie neue Hoffnung schöpfen. Untersuchungen von De Cosse u.a. (1975), Lai u.a. (1977) und Watne u.a. (1977) an 16 Personen mit Polyposis haben ergeben, dass die regelmäßige Verabreichung von 3g Vitamin C täglich die Polypen bei fünfzig Prozent der Patienten zum Verschwinden brachten. Es besteht die reale Möglichkeit, dass sich die Krankheit bei anderen Patienten mit einer größeren Dosis von 10 oder 20 g täglich heilen ließe.
Vitamin C bei disseminierten Krebserkrankungen
Nach den Enttäuschungen, die Cameron bei seinen Versuchen mit verschiedenen Hormonen erlebt hatte, glaubte er jetzt, dass die Behandlung mit Vitamin C für seine Patienten einen großen Nutzen haben werde, und verordnete mehreren hundert Patienten mit fortgeschrittenem Krebs während der folgenden zehn Jahre große Dosen dieses Vitamins. Es handelte sich bei ihnen fast ausschließlich um Patienten, bei denen alle konventionellen Behandlungsmethoden ausgeschöpft waren. Er und seine Mitarbeiter veröffentlichten eine Reihe wissenschaftlicher Berichte über ihre Beobachtungen. In einem dieser Aufsätze berichteten sie, dass das Vitamin C offensichtlich so wesentlich zur Schmerzlinderung beitrug, dass Patienten, die große Dosen Morphin bekommen hatten, auf eine weitere Behandlung mit diesen Betäubungsmitteln verzichten konnten (Cameron und Baird 1973). Er veröffentlichte auch einen detaillierten Bericht über die ersten 50 Patienten mit fortgeschrittenem Krebs, die mit hohen Dosen Vitamin C behandelt werden sollten (Cameron und Campbell 1974). Hierunter war eine eindrucksvolle Dokumentation über einen Patienten, der unter einer Vitamin C-Behandlung augenscheinlich vollkommen vom Krebs geheilt worden war, bei dem der Krebs jedoch erneut auftrat, als die Behandlung mit Vitamin C eingestellt wurde. Eine erneute Therapieaufnahme führte wiederum zu einer vollständigen Tumorremission.
Zunächst beobachtete Cameron, dass sich der Zustand der meisten mit Ascorbinsäure behandelten Patienten eine Zeitlang deutlich besserte und auch eine klinische Besserung festzustellen war. Die Vorteile für die Mehrzahl der Patienten waren neben der Besserung des Allgemeinbefindens eine Linderung der Schmerzen, eine Abnahme der Zahl bösartiger Zellen, sowie eine deutliche Verringerung tumorbedingter Komplikationen (Pleuraergüsse, Hämaturien, Hepatomegalie und Ikterus). In nahezu allen Fällen war auch eine Besserung der Blutsenkungsgeschwindigkeit zu registrieren. Das ließ den Schluss zu, dass sowohl die Besserung des Allgemeinbefindens als auch die offensichtliche Verlängerung der Überlebenszeit Ergebnisse der signifikanten Wirkung der Ascorbinsäure waren, und zwar, entweder direkt oder über den natürlichen Schutzmechanismus des Körpers, oder durch Wirkung auf das Tumorgeschehen selbst.
Erste kontrollierte Studien
1973 schien es Cameron an der Zeit zu sein, einen kontrollierten Versuch zu unternehmen, bei dem die Hälfte der Patienten, die durch das Los bestimmt werden sollten, täglich 10 g Vitamin C bekamen, während den anderen ein Placebo verabreicht wurde. Inzwischen war Cameron jedoch so vom Wert des Vitamins C für Patienten mit fortgeschrittenem Krebs überzeugt, dass er aus ethischen Gründen nicht bereit war, diese Behandlung einem Krebspatienten vorzuenthalten, für den er die Verantwortung trug. Obwohl jetzt kein Doppelblindversuch mit willkürlich ausgewählten Versuchspersonen durchführt wurde stand es frei, einen kontrollierten Versuch vorzunehmen. Das Vale of Leven Hospital ist ein großes Krankenhaus mit 440 Betten und nimmt jährlich etwa 500 neue Krebspatienten auf. Obwohl Cameron als Chef der chirurgischen Abteilung mit 100 Betten für deren Verwaltung verantwortlich war, gab es dort nur wenige Krebspatienten, die von ihm selbst ärztlich versorgt wurden. Zunächst gab keiner der anderen Ärzte oder Chirurgen seinen Patienten große Dosen Vitamin C, und auch in späteren Jahren sind viele Krebspatienten im Vale of Leven Hospital nicht mit Ascorbinsäure behandelt worden. Sie konnten bei der Untersuchung die Rolle der Kontrollpersonen übernehmen.
1976 wurde die Überlebensdauer von 100 tödlich erkrankten Krebspatienten registriert, die zusätzliche Dosen Ascorbinsäure erhielten, und von 1000 anderen Patienten, die in einem ähnlichen Zustand eingeliefert und von den gleichen Klinikern im selben Krankenhaus behandelt worden waren, und zwar bis auf die Verabreichung der Ascorbinsäure genauso wie die ersteren. Diese 1000 Patienten stellten nun für jeden mit Ascorbinsäure behandelten Patienten zehn Kontrollpersonen, die hinsichtlich des Geschlechts, des Alters, des Typs ihres primären Tumors und ihres klinischen Zustandes der "Nichtbehandelbarkeit" diesem einen Patienten entsprachen, Cameron: "Wir zogen einen nicht zum Stab des Krankenhauses gehörenden Arzt hinzu, der die Überlebenszeiten der mit Ascorbin behandelten Patienten nicht kannte, und baten ihn, die Krankheitsgeschichten aller Kontrollpatienten zu prüfen und für jeden einzelnen die Überlebenszeit zu registrieren - die Anzahl der Tage vom Zeitpunkt des Abbruchs der konventionellen Behandlung bis zum Todestag. Am 10. August 1976 waren alle 1000 Kontrollpersonen gestorben, während 18 der 100 mit Ascorbinsäure behandelten Patienten noch lebten Zu diesem Zeitpunkt war die durchschnittliche Überlebenszeit nach dem Eintritt der ´Nichtbehandelbarkeit´ bei den mit Ascorbin behandelten Patienten 4,2mal so groß wie bei den ihnen entsprechenden Kontrollpersonen. Die 100 mit Ascorbinsäure behandelten Patienten hatten im Durchschnitt mehr als 300 Tage länger gelebt als die entsprechenden Vergleichspatienten, und außerdem hatten wir nach dem klinischen Befund durchaus den Eindruck, dass sie sich in dieser letzten Lebensperiode wohler gefühlt hatten als die anderen. Einige von ihnen leben sogar noch heute und nehmen immer noch ihre tägliche Dosis Natriumascorbat. Und einige von ihnen können sogar als von ihrer bösartigen Krankheit ´geheilt´ angesehen werden, denn sie zeigen keine erkennbaren Manifestationen des Krebses mehr und führen ein ganz normales Leben."
Wegen der großen Bedeutung des Krebsproblems wurden die Krankengeschichten der Patienten im Vale of Leven Hospital 1978 noch einmal überprüft und der Versuch wiederholt mit 100 Patienten, denen Ascorbin verabreicht wurde, und 1.000 entsprechenden Kontrollpersonen (Cameron und Pauling 1978). Zehn der ursprünglichen 100 mit Ascorbin behandelten Patienten, in der Hauptsache solche mit seltenen Krebsarten, für die man nur schwer entsprechende Kontrollpatienten finden konnte, wurden gegen neue ausgetauscht, und die 1.000 Kontrollpatienten wurden unabhängig davon ausgewählt, ob sie schon an der vorigen Studie teilgenommen hatten oder nicht (etwa die Hälfte von ihnen hatte zu den ersten 1.000 Kontrollpatienten gehört). Die 100 mit Ascorbinsäure behandelten Patienten und die zu ihnen passenden Kontrollpersonen (mit dem gleichen Typ des Primärtumors, dem gleichen Geschlecht und dem gleichen Alter mit einer Toleranz von fünf Jahren) wurden in neun Gruppen aufgeteilt, und zwar je nach dem Typ des Primärtumors. Unter ihnen befanden sich zum Beispiel 17 mit Ascorbin behandelte Patienten und 170 Kontrollpatienten mit Dickdarmkrebs. Die Überlebenszeiten wurden von dem Zeitpunkt an berechnet, zu dem eine Weiterbehandlung des Patienten nicht mehr sinnvoll erschien, das heißt, man glaubte, mit den konventionellen Therapien keine Wirkung mehr erzielen zu können. Zu diesem Zeitpunkt oder wenige Tage später wurde mit der Ascorbinbehandlung begonnen.
1978 war die Überlebenszeit bei den neun Gruppen zwischen 114 und 435 Tage länger für die mit Vitamin C behandelten Patienten als bei der Kontrollgruppe. Das war ein Durchschnitt von 255 Tagen für alle Gruppen, der sich ständig erhöhte, weil acht Prozent der Vitamin-C-Patienten noch lebten, nachdem alle Patienten aus den entsprechenden Kontrollgruppen gestorben waren.
Aufgrund der Ergebnisse der Studien hat Cameron empfohlen, jedem Krebspatienten neben der angemessenen konventionellen Therapie und sobald wie möglich nach Auftreten der Krankheit hohe Dosen Vitamin C zu verabreichen.
Wie vielen Menschen könnte auf diese Weise geholfen werden? Die quantitativen Informationen, gründen sich hauptsächlich auf die Beobachtung von Patienten mit fortgeschrittenem Krebs in Schottland, die täglich 10 g Vitamin C erhielten. Als Ergebnis der Beobachtung von einigen hundert Patienten kam Cameron zu den folgenden Schlüssen über die Wirkung dieser Vitamin-C-Dosen bei Patienten mit fortgeschrittenem Krebs:
- Kategorie I: Keine Reaktion der Tumoren, aber gewöhnlich eine Besserung des Allgemeinbefindens etwa 20%;
- Kategorie II: Eine recht geringe Reaktion der Tumoren etwa 25%;
- Kategorie III: Verlangsamung des Tumorwachstums etwa 25%;
- Kategorie IV: Keine Veränderung der Tumoren (Stillstand) etwa 20%;
- Kategorie V: teilweise Rückbildung der Tumoren etwa 9%;
- Kategorie VI: Vollständige Rückbildung etwa 1%.
Bessere Ergebnisse werden mit größeren Dosen als 10 g täglich erzielt.
In dem Buch Cancer and Vitamin C erklärt Cameron :,,Diese einfache und ungefährliche Therapie, die Verabreichung hoher Dosen Vitamin C, hat einen entschiedenen Wert bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Krebs. Obwohl es noch keinen ganz überzeugenden Nachweis dafür gibt, glauben wir, dass das Vitamin C für die Behandlung von Krebspatienten im Anfangsstadium der Krankheit, ebenso aber auch für die Krebsvorbeugung einen noch größeren Wert hat".
Die Verwendung des Vitamins C als Ergänzung der angemessenen konventionellen Therapie bei der Behandlung von Krebspatienten hat viele Vorteile. Vitamin C ist nicht teuer. Es hat keine ernsten Nebenwirkungen, sondern regt den Appetit an, wirkt sich günstig auf Depressionen aus, unter denen Krebspatienten häufig zu leiden haben, verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand und steigert die Fähigkeit des Patienten, sich am Leben zu freuen. Für jeden Patienten besteht die Chance, dass die Krankheit durch die Verwendung des Vitamins neben einer angemessenen konventionellen Therapie und einer aus geeigneten Nährstoffen bestehenden Diät viele Jahre unter Kontrolle gehalten werden kann.
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