Allergietherapie
Asthmatiker weisen einen signifikant erniedrigten Vitamin C-Plasmaspiegel auf. Die entzündungshemmende und antiasthmatische Wirkung von Vitamin C im Bronchialraum spiegelt sich in einer günstigen Beeinflussung des klinischen Verlaufs bei Asthmatikern wieder.
Auch in Bezug auf die gestörten immunologischen Parameter bei Neurodermitis zeigt die hochdosierte Vitamin C-Therapie Wirkung. Vitamin C erhöht die eingeschränkte Aktivität der Natürlichen Killerzellen, normalisiert die Lymphozytenblastogenese und senkt die Konzentration an IgE und Eosinophilen.
Vitamin C-Therapie bei Erkrankungen allergischer Genese
Das klinische Bild bei Asthma bronchiale wird von einer Hyperreaktivität des Bronchialsystems geprägt, die von einer Entzündungsreaktion der Bronchialschleimhaut ausgelöst wird. Radikale beeinflussen die Bronchokonstriktion und führen zu Gewebsläsionen.
Vitamin C-Defizit
Eine Studie an 51 asthmakranken Kindern (2-16 Jahre) und einer Kontrollgruppe aus 51 gesunden Kindern zeigte, dass der Ascorbinsäurespiegel bei asthmakranken Kindern signifikant erniedrigt ist.
Physische, psychische, emotionale und umweltbedingte Stress-Situationen führen allgemein zu einem erhöhten Vitamin C-Bedarf.
Eine Vielzahl von Mediatoren aus Mast- und Entzündungszellen führen zu einer verstärkten Bronchokonstriktion, einer höheren Epithel- und Gefäßpermeabilität mit resultierendem Schleimhautödem, einer zunehmenden Schleimsekretion und zu Gewebsläsionen. Die protektive Wirkung des Vitamin C bei allergischen Seite 2 Deutsche Gesundheitshilfe e.V. Erkrankungen spiegelt sich in der positiven Verlaufskontrolle eben dieser Parameter wieder.
Histamin
Wenn der Ascorbinsäurespiegel unter die kritische Grenze von 0,7 mg/dl fällt, sammeln sich toxische Metabolite wie Histamin an. Diese Situation kann bei vielen Asthmatikern festgestellt werden. Bei Dosen von 2 mg/die inhibiert Vitamin C die Histamin-de-novo-Synthese, was für den Verlauf allergischer Erkrankungen von entscheidender Bedeutung ist. Ferner verhindert Vitamin C durch seine wichtige Funktion bei der Membranintegrität die zunehmende Membranpermeabilität mit der daraus resultierenden Ödembildung.
Prostaglandinsynthese
Die beobachtete bronchospasmolytische Wirkung des Vitamin C läßt sich durch eine Verschiebung des Cyclooxygenase-Pathways erklären. In Gegenwart von Vitamin C wird anstelle des bronchokonstriktorisch wirkenden PGF2 das dilatierende PGE2 synthetisiert.
Lungenfunktion
Die forcierte Vitalkapazität (FVC), der exspiratorische Spitzenfluß (PEF) sowie die Einsekundenkapazität (FEV1) sind bei Asthma bronchiale vermindert. Zusätzliche Vitamin C-Gaben bewirken eine signifikant geringere Abnahme des Exspirationsvolumens nach Belastung, eine beschleunigte Erholung des MEF50 (maximaler exspiratorischer Luftstrom bei halber FVC), eine erhöhte Reaktionsschwelle auf Histamin und nach Histaminprovokation eine verminderte Abnahme der Vitalkapazität.
Neurodermitis
Bei Neurodermitis ist das Immunsystem in weiten Bereichen gestört: Die Funktion der Natürlichen Killer- und Supressorzellen und die Gesamtzahl der T-Lymphozyten ist erniedrigt, die Fähigkeit zur Chemotaxis der Granulozyten und Monozyten ist reduziert und der Spiegel an Interferon Gamma gesenkt. Im Darm findet sich eine verminderte Konzentration an IgA. Durch seine stimulierenden Einflüsse auf eben diese Komponenten des Immunsystems, kann auch hier Vitamin C eine Verbesserung der klinischen Symptomatik bewirken.
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