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Sonntag, 20. Mai 2012

Wissenschaft

Wissenschaftler gehen aufgrund der heutigen Ernährungsgewohnheiten (denaturierte Industrienahrung) sowie Umwelt- und Stressbelastungen von einem erhöhten Vitaminbedarf aus. Deshalb sollten die wasserlöslichen Vitamine dem Körper regelmäßig in ausreichender Menge zugeführt werden.

Nahrungsergänzung

Die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist zu empfehlen. Ein Zuviel an wasserlöslichen Vitaminen wird über die Niere (Urin) wieder ausgeschieden, da der Körper sie nicht speichern kann (siehe oben). Nur B 12 kann wie die fettlöslichen Vitamine in der Leber "gelagert" werden.

Wasserlösliche Vitamine

Wasserlösliche Vitamine sind Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B12, Niacin, Folsäure, Vitamin C und Biotin.

Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören also der Vitamin-B-Komplex sowie Vitamin C. Diese können im Körper - mit Ausnahme von B12 - nicht gespeichert werden und müssen deshalb regelmäßig durch die Ernährung zugeführt werden. 
 
Im Folgenden eine Kurzbeschreibung der wasserlöslichen Vitamine. Ausfühliche Beschreibungen erhält, wer dem entsprechenden Link folgt.

Die wasserlöslichen Vitamine sind:

C

Vitamin C Abstract

Funktion, Wirkung

Immunsystem, Bindegewebe, Blutgefäßwände, Zahnfleisch, feste und glatte Haut, Bindegewebe, Kollagen, Sehstärke, gesunde Nerven, positive Stimmungslage, Konzentration, Schlaf und zur Stressbewältigung, Calciumstoffwechsel, Fettverwertung; zentrale Funktion. „Fänger“ der freien Radikalen.

Therapeutischer Einsatz

Prävention und Akutbehandlung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck, Katarakt, Glaukom, Makuladegeneration, Diabetes, multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit, Arthritis, Arteriosklerose, Rheuma, Ekzem, Infertilität, geschwächte Infektabwehr, Autoimmunerkrankungen, Wundheilung, Asthma, Allergien, chronisches Müdigkeitssyndrom.

Vorkommen

Acerolakirsche, Guave, Sojabohnen, Sanddorn, rohes Obst, Petersilie, Paprika, Broccoli, Spinat, Weißkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Zitrusfrüchte, Kiwi;
Schwarze Johannisbeere, Hagebutten, Grüntee.

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B1

Vitamin B1 Abstract

Funktion, Wirkung

Nerven und Muskelstoffwechsel, Kohlenhydratstoffwechsel, beteiligt am Aufbau von Neurotransmittern.

Therapeutischer Einsatz

Diabetes, neurologische Erkrankungen, multiple Sklerose, verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Alzheimer.

Vorkommen

Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln.

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B2

Vitamin B2 Abstract

Funktion, Wirkung

Unterstützt den Fett-, Kohlenhydratstoff- und Eiweißstoffwechsel,
Bildung und Funktion der roten Blutzellen, Sauerstofftransport, Bildung von Antikörpern, Wachstum, Sehschärfe, Haut, Haare, Nägel, Fitness, Zellatmung, Zellenergie.

Therapeutischer Einsatz

Migräne, Katarakt, Hauterkrankungen.

Vorkommen

Brokkoli, Spargel, Spinat,
Blattsalat, Avocados, Käse, Eier, Milch, Milchprodukte, Vollkornprodukte, Naturreis, Hefe, Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch.

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B3

Vitamin B3 Abstract

Funktion, Wirkung

Energieproduktion, Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren, Nerven, Herz, Hormonstoffwechsel, Hirnstoffwechsel, Pigmentbildung in der Haut.

Therapeutischer Einsatz

Senkung der Bluttfettwerte, Diabetes, Arthritis, Schizophrenie, Lernstörungen, Neuralgie (Nervenschmerzen), Depressionen, Erkrankungen an Schleimhäuten.

Vorkommen

Fleisch, Fisch, Wild und Geflügel, Erbsen, Leber, Naturreis, Kartoffeln, Pilze, Eier, Milch, Vollkornprodukte, Erdnüsse, Weizenkleie, Kaffee, Datteln, Champignons, Bierhefe, Hülsenfrüchte.

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B5

Vitamin B5 Abstract

Funktion, Wirkung

Energieproduktion, Hormonbildung, Synthese von Kortison und anderen Steroidhormonen, Wundheilung, Neurotransmitterproduktion, Produktion von Haar-, Haut- und Blutpigmenten, Schleimhäute, Kohlenhydrat-, Fett- und Einweißstoffwechsel.

Therapeutischer Einsatz

Rheuma, hohe Blutfette.

Vorkommen

Fisch, Fleisch, Innereien, Eier, Milch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Pilze.

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B6

Vitamin B6 Abstract

Funktion, Wirkung

Nerven, Blutbildung, Eiweißstoffwechsel, Wachstumsprozesse, Immunsystem durch den Aufbau proteinhaltiger Abwehrsubstanzen.

Therapeutischer Einsatz

Herz-, Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Depression, Epilepsie, Immunstimulation, Asthma, Osteoporose, Nierensteine, prämenstruelles Syndrom.

Vorkommen

Vollkornprodukte, Fisch, Kartoffeln, Gemüse, Bananen.

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B7

Vitamin B7 (Biotin, Vitamin H)

Funktion, Wirkung

Bildung durch Darmbakterien, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, Haut, Haare.

Therapeutischer Einsatz

seborrhoische Dermatits, Diabetes.

Vorkommen

Eier, Sojabohnen, Bohnen, Nüsse, Pilze, Reis, Weizenkeime, Vollkornprodukte, Leber.

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B9

Vitamin B9 Abstract

Funktion, Wirkung

Zellteilung, Blutbildung, Eiweißstoffwechsel, Schleimhäute.

Therapeutischer Einsatz

Akne, Aids, Anämie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Katarakt, Müdigkeitssyndrom, Depression, Senilität, Unfruchtbarkeit, Parkinson-Krankheit.

Vorkommen

Grüne Blattgemüse wie Endivien, Spinat und Grünkohl, Sojabohnen, Weizenkeime, Brokkoli, Leber, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Karotten, Spargel, Rosenkohl, Tomaten, Milch, Obst, Eigelb, Aroniabeere.

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B12

Vitamin B12 Abstract

Funktion, Wirkung

Zellbildung, Blutbildung.

Therapeutischer Einsatz

Vorkommen

Quark, Milch, Fisch, Eier, Sauerkraut.

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Die Übersicht basiert auf Angaben in folgender Sekundärliteratur:
Dr. Kinadeter, Harald: Gesund mit Vitaminen. Der tägliche Vitaminbedarf zum Schutz vor Krankheiten und Umwelteinflüssen, dtv-Verlag, München 2004, S. 14 f. und Jopp, Andreas: Risikofaktor Vitaminmangel, Haug Verlag, Stuttgart 2002, S. 138 ff.