Wasserlösliche Vitamine
Wasserlösliche Vitamine sind Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B12, Niacin, Folsäure, Vitamin C und Biotin.
Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören also der Vitamin-B-Komplex sowie Vitamin C. Diese können im Körper - mit Ausnahme von B12 - nicht gespeichert werden und müssen deshalb regelmäßig durch die Ernährung zugeführt werden.
Im Folgenden eine Kurzbeschreibung der wasserlöslichen Vitamine. Ausfühliche Beschreibungen erhält, wer dem entsprechenden Link folgt.
Die wasserlöslichen Vitamine sind:
C
Vitamin C Abstract
Funktion, Wirkung
Immunsystem, Bindegewebe, Blutgefäßwände, Zahnfleisch, feste und glatte Haut, Bindegewebe, Kollagen, Sehstärke, gesunde Nerven, positive Stimmungslage, Konzentration, Schlaf und zur Stressbewältigung, Calciumstoffwechsel, Fettverwertung; zentrale Funktion. „Fänger“ der freien Radikalen.
Therapeutischer Einsatz
Prävention und Akutbehandlung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck, Katarakt, Glaukom, Makuladegeneration, Diabetes, multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit, Arthritis, Arteriosklerose, Rheuma, Ekzem, Infertilität, geschwächte Infektabwehr, Autoimmunerkrankungen, Wundheilung, Asthma, Allergien, chronisches Müdigkeitssyndrom.
Vorkommen
Acerolakirsche, Guave, Sojabohnen, Sanddorn, rohes Obst, Petersilie, Paprika, Broccoli, Spinat, Weißkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Zitrusfrüchte, Kiwi;
Schwarze Johannisbeere, Hagebutten, Grüntee.
B1
Vitamin B1 Abstract
Funktion, Wirkung
Nerven und Muskelstoffwechsel, Kohlenhydratstoffwechsel, beteiligt am Aufbau von Neurotransmittern.
Therapeutischer Einsatz
Diabetes, neurologische Erkrankungen, multiple Sklerose, verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Alzheimer.
Vorkommen
Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln.
B2
Vitamin B2 Abstract
Funktion, Wirkung
Unterstützt den Fett-, Kohlenhydratstoff- und Eiweißstoffwechsel,
Bildung und Funktion der roten Blutzellen, Sauerstofftransport, Bildung von Antikörpern, Wachstum, Sehschärfe, Haut, Haare, Nägel, Fitness, Zellatmung, Zellenergie.
Therapeutischer Einsatz
Migräne, Katarakt, Hauterkrankungen.
Vorkommen
Brokkoli, Spargel, Spinat,
Blattsalat, Avocados, Käse, Eier, Milch, Milchprodukte, Vollkornprodukte, Naturreis, Hefe, Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch.
B3
Vitamin B3 Abstract
Funktion, Wirkung
Energieproduktion, Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren, Nerven, Herz, Hormonstoffwechsel, Hirnstoffwechsel, Pigmentbildung in der Haut.
Therapeutischer Einsatz
Senkung der Bluttfettwerte, Diabetes, Arthritis, Schizophrenie, Lernstörungen, Neuralgie (Nervenschmerzen), Depressionen, Erkrankungen an Schleimhäuten.
Vorkommen
Fleisch, Fisch, Wild und Geflügel, Erbsen, Leber, Naturreis, Kartoffeln, Pilze, Eier, Milch, Vollkornprodukte, Erdnüsse, Weizenkleie, Kaffee, Datteln, Champignons, Bierhefe, Hülsenfrüchte.
B5
Vitamin B5 Abstract
Funktion, Wirkung
Energieproduktion, Hormonbildung, Synthese von Kortison und anderen Steroidhormonen, Wundheilung, Neurotransmitterproduktion, Produktion von Haar-, Haut- und Blutpigmenten, Schleimhäute, Kohlenhydrat-, Fett- und Einweißstoffwechsel.
Therapeutischer Einsatz
Rheuma, hohe Blutfette.
Vorkommen
Fisch, Fleisch, Innereien, Eier, Milch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Pilze.
B6
Vitamin B6 Abstract
Funktion, Wirkung
Nerven, Blutbildung, Eiweißstoffwechsel, Wachstumsprozesse, Immunsystem durch den Aufbau proteinhaltiger Abwehrsubstanzen.
Therapeutischer Einsatz
Herz-, Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Depression, Epilepsie, Immunstimulation, Asthma, Osteoporose, Nierensteine, prämenstruelles Syndrom.
Vorkommen
Vollkornprodukte, Fisch, Kartoffeln, Gemüse, Bananen.
B7
Vitamin B7 (Biotin, Vitamin H)
Funktion, Wirkung
Bildung durch Darmbakterien, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, Haut, Haare.
Therapeutischer Einsatz
seborrhoische Dermatits, Diabetes.
Vorkommen
Eier, Sojabohnen, Bohnen, Nüsse, Pilze, Reis, Weizenkeime, Vollkornprodukte, Leber.
B9
Vitamin B9 Abstract
Funktion, Wirkung
Zellteilung, Blutbildung, Eiweißstoffwechsel, Schleimhäute.
Therapeutischer Einsatz
Akne, Aids, Anämie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Katarakt, Müdigkeitssyndrom, Depression, Senilität, Unfruchtbarkeit, Parkinson-Krankheit.
Vorkommen
Grüne Blattgemüse wie Endivien, Spinat und Grünkohl, Sojabohnen, Weizenkeime, Brokkoli, Leber, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Karotten, Spargel, Rosenkohl, Tomaten, Milch, Obst, Eigelb, Aroniabeere.
B12
Die Übersicht basiert auf Angaben in folgender Sekundärliteratur:
Dr. Kinadeter, Harald: Gesund mit Vitaminen. Der tägliche Vitaminbedarf zum Schutz vor Krankheiten und Umwelteinflüssen, dtv-Verlag, München 2004, S. 14 f. und Jopp, Andreas: Risikofaktor Vitaminmangel, Haug Verlag, Stuttgart 2002, S. 138 ff.
