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Sonntag, 20. Mai 2012

Tagesbedarf und Lieferanten

Da ein erheblicher Mangel an Vitamin K recht selten ist, sind Ergänzungen von mehr als 100 mcg täglich in der Regel nicht notwendig.

 

Zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose können Gaben von Vitamin K sinnvoll sein. Ein Mehrbedarf an Vitamin K kann auch auftreten bei Resorptionsstörungen durch Darmerkrankungen (z.B. Zöliakie, Morbus Crohn), bei chronischen Lebererkrankungen, bei Einnahme bestimmter Medikamente (Antibiotika, Antikonvulsiva) und bei Krebs.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt täglich 60 mcg Vitamin K für Frauen und 80 mcg für Männer.

Zum Vergleich

100 g Blumenkohl

3 000 mcg Vitamin K

100 g Sauerkraut

1 540 mcg Vitamin K

100 g Sonnenblumenöl

500 mcg Vitamin K

100 g Haferflocken

60 mcg Vitamin K

Vitamin K

Funktion im Körper
Vitamin K besitzt eine antihämorrhagische Wirkung, d.h. es trägt dazu bei, Blutungen zu hemmen bzw. die Blutgerinnung zu beschleunigen. Darüber hinaus besitzt Vitamin K noch eine weitere wichtige Funktion im Organismus. So ist es für den Aufbau des Knochensystems wichtig. Über körpereigene Proteine - beispielsweise Osteocalcin - und über Funktionen innerhalb des Stoffwechsels von Calcium ist Vitamin K direkt am Knochenaufbau und an der Knochengesundheit beteiligt.

Mangel und Überdosierung
Bei normal gemischter Kost ist ein Mangel an Vitamin K recht selten. Im Durchschnitt werden etwa zwischen 300 bis 500 Mikrogramm Vitamin K täglich mit der Nahrung aufgenommen, wovon etwa 20 bis 70 Prozent im Körper verarbeitet werden. Hinzu kommt die Eigensynthese im Dünndarm, wodurch bis zu 50 Prozent des Bedarfs zugeführt werden kann. Auch die Verluste bei der Zubereitung sind relativ gering, da Vitamin K gegen die Einwirkung von Hitze und Sauerstoff recht unempfindlich ist. Allerdings wird es durch Tageslicht rasch zerstört.

Ein Vitamin-K-Mangel kommt bei chronischen Magen-Darm- und Leber-Erkrankungen vor. Meist ist der Mangel auf eine verminderte Resorption zurückzuführen, die aufgrund verschiedener Krankheiten oder durch einzelne Medikamente entstehen kann. Fehlendes Vitamin K verstärkt die Neigung zu Blutungen, wobei die Gerinnungszeit des Blutes sich deutlich verlängert. Auch die Gesundheit der Knochen kann durch einen Mangel an Vitamin K beeinträchtigt werden.

Schädliche Folgen infolge von Überdosierungen sind nicht bekannt.