Eine politische Logik
Zigarettenwerbung ist verboten. In öffentlichen Räumen darf nicht geraucht werden, ebenso wenig in Gaststätten, Bars und Hotels. In öffentlichen Verkehrsmitteln auch nicht. Weil rauchen die Gesundheit schädigt. Das macht Sinn.
Alkoholwerbung ist erlaubt. In öffentlichen Räumen darf getrunken werden, natürlich auch in Gaststätten, Bars und Hotels. In öffentlichen Verkehrsmitteln auch. Eine Mengenbeschränkung existiert nicht. Schädigt Alkohol die Gesundheit nicht? Macht das Sinn?
Vitamine und Mineralien sind wichtige Nahrungsergänzungsmittel, da wir uns selten so gesund ernähren (können), dass wir die für den Körper nötigen Mindestmengen auf natürlichem Wege halten könnten. Einige Vitamine haben in stark erhöhter Dosierung vorbeugende und heilende Wirkung. Die Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt Dosierungen, die knapp über den Werten liegen, die Mangelerscheinungen verhindern. Von der EU beschlossene Maximaldosierungen machen eine Vorbeugung nach Pauling oder Kinadeter nur noch schwer möglich. Das macht keinen Sinn.
Nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde eine Gesetzgebung verabschiedet, die es nahezu unmöglich macht, eine hochdosierte Vorbeugung nach Erkenntnissen des zweifachen Nobelpreisträgers Dr. Linus Pauling und anderer durchzuführen.
Wir fordern die Bundesregierung auf, sich in Brüssel dafür zu verwenden, die unsinnigen und kontraproduktiven Einschränkungen einer vorbeugenden Nahrungsergänzung durch viel zu niedrige Höchstmengen in der Dosierung von Vitaminen und Mineralien rückgängig zu machen. Die scheinbar willkürlich festgesetzten Höchstmengen lassen nahezu alle Forschungsergebnisse und Studien zu Wirkung und Dosierung von Mineralien und Vitaminen der letzten 30 Jahre außer acht, obwohl diese Ignoranz ganz offensichtlich einer Interessengruppe, nämlich der Pharma- und Chemieindustrie, nutzt und der Allgemeinheit schadet.
Und darum geht es:
Richtlinie 2002/46/EG zur Angleichung der Rechtsvorschriften
Verordnung über Nahrungsergänzungsmittel (NemV) 2004
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr von Vitaminen (D-A-CH-Referenzwerte der DGE, ÖGE und SGE/SVE).
In lockerer Folge wird hier über das bedauerlicher Weise viel zu oft erfolgreiche Treiben der Pharmalobby berichtet, Gesundheitspolitik zu ihren Gunsten und zum Nachteil der Versicherten zu beeinflussen und die hilflosen Versuche der Politik, ihre devote Haltung gegenüber der Industrie als Politik zum Wohle des Bürgers zu verkaufen.

