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Sonntag, 20. Mai 2012

Tagesbedarf und Lieferanten

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 50 bis 100 mcg Molybdän. Orthomolekulare Therapeuten empfehlen eine tägliche Molybdän-Menge von bis zu 500 mcg.

 

Reich an Molybdän sind z. B. Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier, Getreide und Innereien.

Zum Vergleich

100 g Sojamehl

180 mcg Molybdän

100 g Rotkohl

120 mcg Molybdän

100 g weiße Bohnen

100 mcg Molybdän

100 g Schweinefleisch

27 mcg Molybdän

Molybdän

Funktion im Körper:
Das Spurenelement Molybdän hat essentielle Funktionen im menschlichen Körper. Der Gesamtbestand an Molybdaen im Organismus beträgt etwa 8 bis 10 mg; es befindet sich vor allem im Skelett sowie in den inneren Organen und in der Haut.

Molybdän ist ein wichtiger Bestandteil der Enzyme, die an der Herstellung der DNS und RNS (Erbsubstanz) beteiligt sind. Außerdem unterstützt Molybdän Enzyme, die dafür zuständig sind, dass der Körper aus Fett Energie gewinnt und Harnstoffe abbaut. Zudem beugt Molybdän der Entstehung von Karies vor: zum einen ist es nämlich Bestandteil der Zähne und hemmt zum anderen das Wachstum von Bakterien. Zusätzlich fördert es den Einbau von Fluor in die Zähne. Molybdän mobilisiert Eisen und beugt damit einer Eisenmangelanämie vor. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Molybdän eine günstige Wirkung auf einige Krebsarten ausübt.

Mangel und Überdosierung:
Ein Molybdänmangel kann bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, aber auch bei Störungen der gesunden Darmflora, bei Magersucht und länger anhaltender künstlicher Ernährung auftreten. Typische Mangelsymptome sind Bauchkrämpfe, Übelkeit, Durchfälle, Atembeschwerden, Schwellungen und Juckreiz. Ferner kann sich ein Mangel in Nachtblindheit, Nierensteinen, Benommenheit und Stimmungsschwankungen äußern.

Auch durch eine übermäßige Aufnahme von Kupfer kann ein Molybdänmangel hervorgerufen werden, der sich in Herzrhythmusstörungen und einer verringerten Harnsäureproduktion äußern kann.

Umgekehrt kann ein Molydänüberschuss die renale (über die Nieren) Ausscheidung von Kupfer bedingen, was zu einem Kupfermangel führen kann.

Molybdän-Überdosierungen aus der Nahrung gelten als unbedenklich. Allerdings können zusätzliche, über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommene hohe Mengen zu einer verstärkten Harnsäurebildung führen und damit die Entstehung von Gicht hervorrufen.