Sie sind hier: Mineralien / Spurenelemente / Fluor
Sonntag, 20. Mai 2012

Tagesbedarf und Lieferanten

Sehr gute Fluorlieferanten sind schwarzer Tee, Seefische, Garnelen, Milchprodukte, aber auch Eier, Fleisch, Getreideerzeugnisse und Leitungswasser.

 

Die Zufuhrempfehlung für Erwachsene liegt je nach Alter und Geschlecht bei 1,5 bis 4 mg pro Tag. Die Anwendung von fluoridiertem Speisesalz kann hier für einen entsprechenden Ausgleich sorgen.

 

Bei einer ausgewogenen Ernährung – z. B. auch durch die Anwendung von fluoridiertem Speisesalz – treten keine Mangelerscheinungen auf.

 

Zu den Gruppen, die einen Mehrbedarf an Fluor benötigen, gehören z. B. schwangere und stillende Frauen sowie Säuglinge und Kinder (Zahnbildung, Wachstum).

Zum Vergleich

100 g Ölsardinen

0,2–0,4 mg Fluorid

100 g Huhn

0,06–01 mg Fluorid

100 g Tee

0,01–0,42 mg Fluorid

Flour

Funktion im Körper:
Bislang ist umstritten, ob Fluor zu den essentiellen Spurenelementen gehört. Im Organismus wird Fluor in Form von Fluoriden aufgenommen. Der Gesamtbestand an Fluor im menschlichen Körper liegt bei 2 bis 5 g. Davon sind fast 95 % in Knochen und Zähnen eingelagert und tragen zu deren Härtung bei. Der restliche Anteil befindet sich in Haut, Haaren sowie Fuß- und Fingernägeln.

Fluor härtet den Zahnschmelz, trägt somit zur Widerstandsfähigkeit der Zähne gegen Umwelteinflüsse bei und mindert den Kariesbefall der Zähne. Überdies ist Fluor maßgeblich an der Knochenbildung und am Wachstum beteiligt.

Viele Regionen in Deutschland zählen zu den Fluorid-Mangel-Gebieten. Unser Trinkwasser enthält im Durchschnitt nur etwa 0,3 mg Fluorid je Liter. Aufgrund der geringen Verfügbarkeit von Fluorid aus Böden und Gestein ist der Gehalt in Nahrungsmitteln eher gering.

Mangel und Überdosierung:
Es ist eindeutig erwiesen, dass die Anfälligkeit für Karies mit einem Mangel an Fluor verbunden ist. Dies gilt besonders für Kinder, die Kinderzahnpasta mit geringeren Fluoridmengen verwenden sollten. Auch bei Jugendlichen und Erwachsenen ist der Einsatz fluoridhaltiger Zahncremes zu empfehlen.

Es gibt allerdings auch Stimmen, die den Einsatz von fluoridierten Lebensmitteln oder Getränken für bedenklich halten. So ist der ergänzende Fluorgaben bei der Behandlung von Osteoporose sehr umstritten und wurde schon vor Jahrzehnten mit Wirbelkörperfrakturen in Verbindung gebracht. Bei überhöhter Fluorzufuhr wird es in hohen Mengen in den Knochen gespeichert. Bei jahrelanger Aufnahme von mehr als 10 bis zu 25 mg Fluorid täglich können ernstere Schäden mit Fehlbildungen am Skelett auftreten, Osteoporose kann sich bilden, und Weichteile können sich verhärten (kalzifizieren).

Selbst in der Kariesprophylaxe werden Fluoride als problematisch gesehen. In der Argumentation wird der Kariesbefall nicht als Fluor-Mangelkrankheit angeführt, sondern als Folge schlechter Ernährungsgewohnheiten (z. B. zu viele Süßigkeiten). Vor allem zwei Argumente gegen die Fluoride sind bisher nicht entkräftet worden: Fluor ist ein ausgesprochen aggressives Spurenelement und hemmt viele lebenswichtige Enzyme an ihrer Entfaltung. Zudem hemmen Fluoride den Jodeinbau in der Schilddrüse.

Bei einer Fluorüberdosierung tritt eine so genannte Zahnschmelzfluorose auf, die sich in weißlichen bis bräunlichen Flecken im Schmelz der bleibenden Zähne bemerkbar macht. Ein Fluorüberschuss wirkt sich möglicherweise krebsfördernd aus. Bei einer akuten Vergiftung mit Fluorid kommt es zu Erbrechen und Krampfzuständen.

Tagesbedarf und Lieferanten:
Sehr gute Fluorlieferanten sind schwarzer Tee, Seefische, Garnelen, Milchprodukte, aber auch Eier, Fleisch, Getreideerzeugnisse und Leitungswasser.

Die Zufuhrempfehlung für Erwachsene liegt je nach Alter und Geschlecht bei 1,5 bis 4 mg pro Tag. Die Anwendung von fluoridiertem Speisesalz kann hier für einen entsprechenden Ausgleich sorgen.

Bei einer ausgewogenen Ernährung – z. B. auch durch die Anwendung von fluoridiertem Speisesalz – treten keine Mangelerscheinungen auf.

Zu den Gruppen, die einen Mehrbedarf an Fluor benötigen, gehören z. B. schwangere und stillende Frauen sowie Säuglinge und Kinder (Zahnbildung, Wachstum).