Schwefel
Funktion im Körper:
Schwefel kommt in freier Natur als Vulkanschwefel, Gesteinsschwefel oder in Form von Sulfaten (Salze der Schwefelsäure) und anderen Verbindungen vor. Er ist z. B. in Glaubersalz (Natriumsulfat) und Bittersalz (Magnesiumsulfat) vorhanden. Schwefel ist für alle Organismen von essentieller Bedeutung, da es in den meisten Proteinen vorkommt. Im Körper eines Erwachsenen mit einem Durchschnittsgewicht von 70 kg sind ca. 150 g Schwefel enthalten. Im menschlichen Organismus kommt Schwefel nur in gebundener Form als Bestandteil der schwefelhaltigen Aminosäuren Zystein, Methionin und Taurin vor, die für die Produktion von Eiweiß benötigt werden. Außerdem ist der Mineralstoff in allen Körperzellen (z. B. in Haut, Nägeln und Haaren) vorhanden. Darüber hinaus ist Schwefel Bestandteil der Vitamine B1, Pantothensäure und Biotin.
Schwefel wirkt sich positiv aus auf Stressabwehr, Lebensfreude, Optimismus und Ausgeglichenheit. Er sorgt für entspannte Nerven, glänzendes Haar, gut durchblutete Haut, kräftiges Bindegewebe, gesunde Fingernägel sowie elastische Gelenke. Darüber hinaus schützt Schwefel die Augen vor Katarakt (Grauer Star) und ist wichtig für den Zellschutz, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel sowie für die Leberentgiftung, Reparatur von Zellkernen und Zellatmung. Vor allem unser Bindegewebe, Knorpel und die anorganische Knochenmatrix benötigen Schwefel in Form von Sulfat. Sowohl das Schmiermittel in unseren Gelenken als auch die Innenschicht der Gelenkkapsel bauen sich wesentlich auf Schwefel auf und müssen aufgrund der hoben Belastungen immer wieder erneuert werden. Bleibt dies aus, können schmerzhafte Degenerationserscheinungen und steife Gelenke die Folge sein.
Mangel und Überdosierung:
Mangelerscheinung bei einem Schwefelmangel sind nicht bekannt.
Reiner Schwefel ist für den Menschen nicht giftig, da er unverändert den Darm passiert und wieder ausgeschieden wird. Allerdings gibt es eine Reihe von Schwefelverbindungen, die in höheren Dosen giftig sind. Bestimmte Schwefelverbindungen wie Schwefeldioxid, Schwefelkohlenstoff, schwefelige Säure und Schwefelwasserstoff können im Körper zu krankhaften Veränderungen führen. Beispielsweise können sie die Vitamine der B-Gruppe zerstören, die Wirkung von Enzymen hemmen und die Wirkung Krebs erregender Substanzen verstärken.
Besonders reich an schwefelhaltigem Eiweiß sind Eier bzw. das Eigelb, außerdem Fleisch, Fisch, Käse und Milch. Auch pflanzliche Nahrung (z. B. Meerrettich, Zwiebeln, Lauch, Bärlauch) enthält Schwefel, wenngleich in geringen Konzentrationen.