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Sonntag, 20. Mai 2012

Tagesbedarf und Lieferanten

Der menschliche Körper benötigt täglich etwa 3 g Natrium. Als empfehlenswert gilt die tägliche Aufnahme von maximal 6 g Salz, das entspricht etwa einem gehäuften Teelöffel.

 

Eine Überdosierung kann zu Bluthochdruck führen.

 

Natrium ist in fast allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. Rund die Hälfte unserer täglichen Aufnahmen an Salz stammen aus Brot und Gebäck, rund 30 Prozent aus Fleisch- und Wurstwaren. Besonders stark kochsalzhaltig sind gepökelte und geräucherte Fleischwaren, gesalzener und geräucherter Fisch, viele Konserven und Fertiggerichte, Käse und Käsegebäck, Chips und gesalzene Nüsse. Natriumarm sind dagegen Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Teigwaren, ungesalzene Nüsse und Pflanzenöle.

Zum Vergleich

100 g Blumenkohl

3 000 mcg Vitamin K

100 g Sauerkraut

1 540 mcg Vitamin K

100 g Sonnenblumenöl

500 mcg Vitamin K

100 g Haferflocken

 etwa 60 mcg Vitamin K

Natrium

Funktion im Körper:
Natrium benötigt der Körper für die Leitfähigkeit im Körper und das Gleichgewicht von Körperflüssigkeiten sowie für die Übertragung von Nervenreizen und Muskelfunktionen. Außerdem reguliert Natrium zusammen mit Kalium, Chlorid und Kalzium den Wasserhaushalt und ist an der Zusammensetzung der Blutflüssigkeit und des Blutdrucks beteiligt. Es trägt zum Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt und zu den Verdauungssäften bei. Für den Menschen ist Natrium ein wichtiges Bioelement: etwa 0,15 Prozent des Körpergewichts bestehen aus Natrium. Der Körper eines Mannes enthält etwa 100 g Natrium, der von Frauen 77 g.

Mangel und Überdosierung:
Da Natrium Bestandteil des Kochsalzes ist, kann es kaum zu einer Unterversorgung kommen. Im Gegenteil: durch den Verzehr von kochsalzreichen Lebensmitteln und durch Zusalzen ist bei vielen Menschen eine überhöhte Natriumkonzentration feststellbar, die für die Entstehung von Bluthochdruck verantwortlich gemacht wird. Es gilt auch zu bedenken, dass Natriumüberschuss bei gesunden Nieren zwar über den Urin ausgeschieden, was allerdings die Nieren stark belasten kann.

Nierenkranke sollten besonders auf salzarme Kost achten und nur unraffiniertes Meersalz oder Kristallsalz anstatt das übliche Kochsalz verwenden.

Gründe für einen Natriummangel können ständig starkes Schwitzen, starke Durchfälle und starkes Erbrechen sein. Die Mangelerscheinungen machen sich z. B. bemerkbar in niedrigem Blutdruck, Herzjagen, Muskelkrämpfen, Austrocknung der Haut, Muskelschwäche sowie einer gestörten Reizübertragung der Nerven.