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Sonntag, 20. Mai 2012

Tagesbedarf und Lieferanten

Hauptlieferant von Chlorid ist das Natriumchlorid, also das normale Koch- bzw. Speisesalz. Die Aufnahmen von Chlorid erfolgt über die Nahrung überwiegend in Form von Kochsalz (Natriumchlorid). Beim gesunden Menschen ist die Niere das Hauptausscheidungsorgan.

 

Der Tagesbedarf liegt bei 1,5 g. Da in der Nahrung reichlich Natriumchlorid und Kaliumchlorid enthalten ist, ist bei einem gesunden Menschen nicht mit einem Chlormangel zu rechnen.

 

Kranken mit Bluthochdruck empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga, nicht mehr als 6 g Kochsalz durchschnittlich pro Tag mit der Nahrung aufzunehmen. In Situationen eines sehr hohen Kochsalzverlustes infolge starken Schwitzens oder tagelangen Durchfalls empfiehlt es sich, vorübergehend mehr als 6 g Kochsalz zu sich zu nehmen.

Chlor

Funktion im Körper:
Chlor ist ein Mineralstoff, der zu den Mengenelementen gehört. Es ist also mit über 50 mg pro kg Körpergewicht im menschlichen Körper enthalten.

Als Mineralstoff besitzt Chlor eine wichtige Bedeutung für Produktion von Magensäure und zur Aufrechterhaltung der Membranpotentiale, d.h. der elektrischen Spannung, die zwischen der Innen- und Außenseite einer Zellmembran anliegt. Die Magensäure dient zur Abtötung von Keimen, die in der aufgenommenen Nahrung enthalten sind. Chlor ist auch unentbehrlich für die Impulsleitung in den Nervenfasern.

Mangel und Überdosierung:
Da die Chlorid-Zufuhr in der Nahrung überreichlich ist, tritt in der Regel in Deutschland kein Chlormangel auf. Allerdings kann durch lang anhaltendes Schwitzen, starkes Erbrechen und Durchfall Chlor verloren gehen. Durch den Chlormangel kann sich eine Alkalose ausbilden. Dieser Basenüberschuss im Blut kann zu Störungen im regulären Ablauf vieler Stoffwechselprozesse führen. Ein Mangel an Chlor zeigt sich auch durch eine schlechte Verdauung und Muskelschwäche. Bei möglichen Hirnschwellungen kann sich Lebensgefahr entwickeln.

Überdosierungen mit Chlorid treten z. B. bei einer zu salzhaltigen Ernährung auf. Bei manchen Menschen erhöht Chlorid in Verbindung mit Natrium den Blutdruck, da das Natrium Wasser anzieht und so das Blutvolumen erhöht. Diese äußert sich durch Bluthochdruck und den daraus resultierenden Folgen wie erhöhte Anfälligkeit für Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche und Schlaganfall. Aber auch Arteriosklerose, d.h. Gefäßverkalkung, kann ggf. die Folge einer zu hohen Chloraufnahme sein.